25.09.2012 - Von Moab bis kurz vor Grand Canyon:
Bei bewölktem und nach Regen aussehendem Wetter packten wir unsere Koffer, tranken Tee und Kaffee und starteten unsere Tour. Wir fuhren in Richtung Süden, zuerst durch Monticello und dann weiter nach Bluff. Zwischenzeitlich regnete es ziemlich stark und die Temperaturen waren im Keller. Das waren ja schöne Aussichten dachten wir, was sich aber bald ändern würde. Kurz vor Mexican Hat bogen wir ab zum Goosenecks State Park. Am Ende einer 6 Meilen Achterbahnstraße erreichten wir einen Aussichtspunkt, von wo wir einen herrlichen Überblick auf den Canyon des Juan Rivers hatten. Hinter uns wurde es immer dunkler und ein starkes Gewitter war im Anmarsch. Somit suchten wir schnell das Weite und fuhren weiter in Richtung blauer Himmel.
Monument Valley:
Unser nächstes Ziel war das berühmte Monument Valley. Hier wurden viele Western (John Wayne) gedreht. Das Gebiet wird von den Navajo Indianern verwaltet. Für 5 Dollar pro Person durften wir bis zum Besucherzentrum fahren. Hier konnten wir herrliche Fotos von der Westernkulisse schießen. Natürlich durfte ein Indianersouvenirladen nicht fehlen.
Antelope Canyon:
Wir fuhren bei mittlerweile sonnigem Wetter weiter in Richtung Westen durch Navajo Land bis Page. Hier parkten wir am Lower Antelope Canyon und kauften uns ein Ticket für 1 Stunde geführte Tour durch den Canyon für 26 Dollar pro Person. Eigentlich erwarteten wir nicht viel vom Canyon und unserem indianischem Führer, aber wir wurden eines besseren belehrt. Unser Guide gestaltete die Tour abwechslungsreich und witzig, sogar 2 Lieder spielte er auf einer Panflöte am Ende der Tour im Canyon, wo es jedem kalt über den Rücken lief und wir sichtlich gerührt waren. Der Eingang war sehr unscheinbar und eng, aber schon nach ein paar Metern waren wir überwältigt von diesem grandiosen Naturschauspiel. Der Canyon zeigte uns seine bizarre Schönheit, die durch Auswaschung entstanden war. Die verschiedenen Formen und Farben änderten sich durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse. Wir schossen fast 150 Fotos und waren nach der Tour restlos begeistert von diesem Canyon, der sein Geld für den Eintritt wert war.
Lake Powell:
Kurz nach der Ortschaft Page gelangten wir zum riesigen Glen Canyon Dam, am Lake Powell. Wir besichtigten das Besucherzentrum, wo wir interessante Informationen über den Bau und Geschichte des Dammes bekamen. Im nahegelegenen Wal Mart kauften wir für das Abendessen ein und fuhren dann am späten Nachmittag weiter in Richtung Gran Canyon durch atemberaubende Landschaft.
Fahrt bis zum Grand Canyon:
Wir versuchten mehrmals ein Motel zu finden, was sich als schwierig herausstellte. Erst in Cameron, ca. 50 km vom Grand Canyon entfernt, fanden wir ein nicht gerade billiges aber schönes Motel mit riesigem Zimmer. Zum Abendessen gab es ein Sixpack Bier, Schinken, Käse, Gurken und Weißbrot. Am nächsten Tag wollten wir um 4 Uhr aufstehen, damit wir unsere Wanderung in den Grand Canyon früh beginnen konnten.